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Hallux valgus

Operative Behandlung

Eine einmal eingetretene deutliche Fehlstellung der Großzehe lässt sich nur durch eine Operation korrigieren. Diese ist im Falle von Schmerzen angeraten. In Abhängigkeit von der Ausprägung des Hallux valgus und den bestehenden Beschwerden wird das entsprechende Verfahren gewählt. Besteht zusätzlich zum Hallux valgus auch eine Arthrose im Grundgelenk der Großzehe (Hallux rigidus), sollte dies nach der Umstellung vorrangig behandelt werden. (siehe unter Hyaloron-Behandlung)

Die Operationsmethode

Distale Metatarsalosteotomie nach Hohmann (1951)
Die quere retrokapitale Keilosteotomie, die das Metatarsalköpfchen nach lateral und plantar verschiebt. Die Sehne des M. adductor hallucis wird distal abgelöst und am Ende der Operation nach Verlagerung wieder  vernäht. Somit erhält der plantarwärts abgeglittene M. adductor hallucis eineLateralisation in seine ursprüngliche Position. Die Grenzen der Methode liegen in einem Hallux-valgus-Winkel von höchstens 40 Grad, da ansonsten eine exzessive Verkürzung des Os metatarsale von 10mm und mehr entsteht.


Bei der OP nach Homann wird die Sehne des M. abductor hallucis von der Grundphalanx abgelöst, anschließend erfolgt subkapital die trapezförmige Osteotomie des Os metatarsale I. Nach Verschiebung des Metatarsalköpfchens I mit der Zehe nach lateral und plantar wird die Osteotomie in dieser Position mit zwei gekreuzten Bohrdrähten fixiert. Zuletzt folgen Kapselraffung und Verlagerung der Abduktorensehne an die mediale Seite der Grundphalanx.

  1. Tenotomie des M. abductor hallucis, Markierung der subkapitalen Osteotomie am Os metatarsale I
  2. Kapselraffung, Einstellung der Oseotomie nach plantar und lateral
  3. Verlagerung der Abduktorendehne auf die mediale Grundphalanx

Bei älteren Patienten und bei bestehender Grundgelenkarthrose ist die OP nach Brandes-Keller die Methode der Wahl.

OP nach Brandes-Keller

Nach Resektion der Grundphalanx um mindestens ein Drittel, wird der medial vorspringende Epikondylus abgetragen.

Ist ausreichend Material vorhanden, so kann die Kapsel als Interpositum genutzt werden.

  1. Resektion der Grundphalanx um mind. 1/3
  2. Abtragung des tibialen Epicondylus
  3. Naht der Kapsel als Interpositum

Bei starker medialer Deviation des Os metatarsale I ist die Kombination der OP nach Brandes-Keller mit der Basiskeilosteotomie des Os metatarsale I indiziert.

Kombination der OP nach Brandes-Keller mit Basiskeilosteotomie des Os metatarsale I. Arthrose:

Bei Arthrose im Grundgelenk der Großzehe kann diese postoperativ mit speziellen Hyaloron- Injektionen zur Verbesserung der Beweglichkeit angeschlossen werden.

Hierbei wird das Gelenk mit einer sog. „Gelenkschmiere“ versehen um wieder gut beweglich zu sein!!!


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